Barfen – der Hund als Keimschleuder

In meinem März-Monatstipp hatte ich Sie in 2 Überschriften auf die Problematik des „Barfens“ – der Rohfleischfütterung – hingewiesen, zum Einen, über die Gefahr des Barfens für den Menschen, und zum Zweiten, über dessen Gefahr für den Hund. Dabei geht es eigentlich nur um zwei Sichtweisen einer Gefahr, der Gefahr für Mensch und Tier sich über Keime im Rohfleisch des Hundefutters zu infizieren und zu erkranken.

WARUM kommt es zu dieser Gefahr? Die Antwort umfasst folgende Gründe :

Inzwischen ist das Barfen zu einem richtigen Modetrend geworden und natürlich hat der Markt diese Art der Fütterung als ein Riesengeschäft mit hohen Gewinnmargen für sich entdeckt und längst ist der Onlinehandel dieser Erkenntnis gefolgt.

Denn nicht überall ist es möglich sich beim Schlachter oder in der Metzgerei mit rohem Fleisch einzudecken, also wird auf das Angebot von Rohfleisch, Barf-Produkten, Barf-Fertigmischungen im Handel oder Internet zurückgegriffen.

Zwei Fliegen auf einen Schlag, denn beim Kauf von fertigen Barf-Rationen im Internet, erspart sich der Hundebesitzer nicht nur die Suche nach der Quelle für passendes Rohfleisch, sondern auch die Quälerei komplizierter Berechnungen, wie eine bedarfsgerechte Futterration für den Hund dies erfordert. Denn Diese muss zusätzlich zum Rohfleisch auch Kohlehydrate, passende Fette, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente enthalten und zwar abhängig von Alter, Rasse, Größe und manchmal auch Nutzen, z.B. im Fall der Fütterung von Zuchthündinnen oder von Leistungssporthunden. (Eine herausfordernde Aufgabe, die normalerweise von Fachtierärzten mit Spezialisierung „Ernährungswissenschaft“ angeboten wird und ihren berechtigten Preis hat).

Sie werden was nun kommt schon vermutet haben, der Hund liegt da vergraben – im übertragenen Sinn 😉 – wo Sie ihn ev. schon vermutet haben, nämlich in der Fütterung mit diesen kommerziellen Barf-Produkten

In Untersuchungen konnte gezeigt werden dass 20 – 80% dieser kommerziellen Fertig-Barf-Futtermischungen mit Salmonellen verunreinigt waren, und von 15 Lieferungen über Internet, 14 keimbelastet waren.

Und da die gefundenen Keime (z.B. E. Coli) zu einem großen Teil antibiotikaresistent sind, bedeutet dies eine große Gefahr, wenn solche resistente Keime per Schmierinfektion auf den Menschen übertragen werden.

Wie diese Gefahr im Einzelnen aussieht, kann Jeder dem diese Problematik nicht so vertraut ist wie uns Medizinern, im Internet recherchieren.

Alle, die nun dennoch beim Barfen bleiben wollen und auch bereit sind, sich dem Problem der bedarfsgerechten Zusammenstellung einer solchen Futterration zu stellen, empfehle ich meinen nächsten Blogbeitrag zum Barfen.

Bis dahin, Herzliche Grüße …….. und : Hände waschen vor dem Essen! 🙂

Add a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.